Saturday May 18th 2013
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Restaurant Kreis 6 – Vom Trendsetter zum Klassiker.

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Das Kreis 6 ist schon lange gut. Im Laufe der Jahre ist aus dem Trendsetter ein Klassiker geworden. Zusammen mit der Blauen Ente, dem Neumarkt und dem Kaufleuten hat das Kreis 6 die Zürcher Gastronomieszene aufgemischt und einen neuen Trend vorgezeichnet: das Casual Fine Dining, also gute Küche, die jedermann versteht. Und das in einer Atmosphäre, in der sich jeder wohl fühlt.

Versteckt in einem Wohnquartier im gleichnamigen Stadtkreis, ist das Kreis 6 nicht ganz einfach zu finden. Auch darin liegt sein Charme. Ob es aber deswegen ein Geheimtipp ist, das überlassen wir dem Leser.

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Karte
Die handgeschriebene Karte sieht hübsch aus und ist übersichtlich. Die Menus sind leicht verständlich, die Gerichte kann man sich gut vorstellen und so bekommt man dann auch, was man wollte. Eine ehrliche Küche – der Koch ist mehr Handwerker denn Künstler. Besonders gefreut hat uns die Saisonalität der Gerichte und die Frische der Zutaten.

Bedienung
Wir konnten keinen Chef erkennen – dafür ein Restaurant-Kollektiv mit vielen jungen, freundlichen Gastgebern. Unter der Crew herrschte eine ungezwungene und positive Stimmung, die sich über das ganze Lokal ausbreitete.

Preis
Zu zweit hatten wir eine sensationelle Hummerbisque, einen Crevettenspiess auf Linsensalat sowie das Lammfilet als Hauptgang. Mit Weisswein zur Vorspeise, Rotwein zum Hauptgang und Averna als Digestif kam die Rechnung auf insgesamt 304 Franken. Damit war der Abend beileibe nicht günstig, aber das Geld wert.

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Harrys Tipp
Das Kreis 6 steht für entspannten Genuss. Die unaufgeregte Küche hält was sie verspricht. Gemütlich und unprätentiösen ist die Atomsphäre im Restaurant und das Essen drängt sich nicht in den Vordergrund – eine Empfehlung für alle, die einfach aber gut essen und dabei einen schönen Abend im Gespräch verbringen wollen.

Adresse
Restaurant Kreis 6
Scheuchzerstrasse 65
8006 Zürich
Tel. 044 362 80 06
www.restaurantkreis6.ch

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Zufallsauswahl:
Babu’s Bakery & Coffeehouse – Das gewisse Etwas.

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Ganz zentral, am Ende der Löwenstrasse bei der Sihlporte, hat sich Babu’s Bakery & Coffeehouse, für uns der small rising Star der Zürcher Gastro-Szene, mit einem überraschenden Konzept etabliert.

Im gleichen Lokal hat es bereits Le Pain Quotidien mit einem ähnlichen Angebot probiert – ist dabei allerdings kläglich gescheitert. Die französische Kette (es gibt sie noch beim Römerhof) passte einfach nicht in das von Bankern und Rechtsanwälten dominierte Quartier. Zu alternativ mutete das Konzept an.

Babu’s Bakery & Coffeehouse ist anders. Hip, cool und irgendwie verführerisch. Alte Bistrostühle, warmes Interieur und im Raum hängt der Duft von frisch Gebackenem. Und dann ist da noch der englische Name, der, zumindest in unseren Ohren, einen ganz speziellen Reiz besitzt: er klingt nach Scones, Pancakes, Brownies und so. Hier kann man sich durchaus auch die genannten Banker und Rechtsanwälte vorstellen. Und auch der Porsche-Schlüssel auf dem runden Holztischchen wirkt nicht gleich wie eine Kriegserklärung an die weniger Vermögenden.

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Karte
Alles was man in einer Bakery erwartet: Scones, Pancakes, Brioches, Brownies, Sandwiches und andere üppige Backwaren. Aber auch Bagles mit Lachs oder Scrambled Eggs mit Schincken warten darauf, probiert zu werden.

Bedienung
Bestellen muss man an der Theke beim Eingang. Die Mitarbeiter bringen das Bestellte dann an den jeweiligen Tisch. Nicht mein bevorzugtes Konzept, aber ganz ok. Und zum Charakter des Babu’s passt’s eigentlich ganz gut.

Preis
Durchaus ok. Zu zweit haben wir für einen gemütlichen Brunch an einem Sonntag 49.90 Franken bezahlt.IMG_0564

Harry’s Tipp
Das Babu’s ist etwas versteckt und nicht unbedingt dort, wo man es erwartet. Mitten in der Stadt, allerdings ist die Gegend vor allem an einem Sonntag ziemlich ausgestorben. Suchen lohnt sich aber ohne Frage! Sehr entspannt und gemütlich. Insbesondere für einen ausgiebigen Brunch an einem Sonntag sehr empfehlenswert.

Adresse
Babu’s Bakery & Coffeehouse
Löwenstrasse 1
8001 Zürich
Tel. 044 212 87 45
www.babus.ch

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Zufallsauswahl:
Restaurant Weisses Rössli – Quartierbeiz in der Enge.

Setting
Unweit des Banhofs Enge, auf halbem Weg zum Shoppingcenter Sihlcity, befindet sich das Restaurant Weisses Rössli. Man muss schon gut hinschauen, um das Restaurant von aussen zu entdecken. Zumal man es dort, an der Bederstrasse, kaum vermuten würde. Innen wird schnell klar, dass es sich um eine alte Quartierbeiz handelt, die nur rudimentär renoviert wurde. Und dennoch schafft es diese “Softrenovation”, das Weissen Rössli zeitgenössisch aussehen zu lassen. Was sicher auch den weissen Tischtüchern und den modernen Leuchtern zuzuschreiben ist.

Karte
Die Karte hat uns etwas verwirrt. Einerseits gibt es da Währschaftes wie zum Beispiel Braten mit Kartoffelstock (Kartoffelpüree für unsere deutschen Freunde), andererseits werden auch Curries serviert. Wieso?

Bedienung
Ever heard of the “Girl with the Dragon Tattoo”? Unsere Bedienung war sehr nett und freundlich und erinnerte uns entfernt an Lisbeth Salander aus dem Roman “Verblendung” von Stig Larsson.

Preis
Die Endrechnung summiert sich, auch wenn die Preise eher moderat sind. Wir haben zu zweit 238.10 Franken bezahlt. Gefreut haben wir uns über den Wein, eine Flasche wunderbarer Finca Valpiedra (Rioja), der mit erschwinglichen 76 Franken zu Buche schlug.

Harrys Tipp
Eine gemütliche Beiz, die durchaus einen Besuch wert ist. Allerdings eher für ein Mahl unter Freunden als für einen romantisch-kulinarischen Ausflug zu zweit.

Adresse
Restaurant Weisses Rössli
Bederstrasse 96
8002 Zürich
Tel. 044 212 63 00
www.weisses-roessli.ch

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Restaurant Le Chef – Einfache Küche mit Anspruch.

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Mir war der Name immer suspekt: „Le Chef“ klingt irgendwie anmassend. Ausser natürlich, es wäre ein Fine Dining Restaurant auf hohem Sterne Niveau. Dann würde es wieder passen.

Die Idee hinter „Le Chef“ ist dennoch bestechend: Einfach Küche mit Anspruch. Und das im Langstrassenquartier. Das Restaurant, ganz offensichtlich eine ehemalige Quartierbeiz, strahlt eine warme Gemütlichkeit aus. Bilder eines modernen Schweizer Malers zieren die Wände, dunkles Holz und weisse Tischdecken werten den Raum auf. Ein gut bestückter Digestif-Wagen soll den hohe Anspruch des Lokals zusätzlich untersteichen.

Das „Le Chef“ ist übrigens das einzige uns bekannte Restaurant in der Stadt mit eigenem Raucherteil. Quer durch den Raum zieht sich eine gläserne Trennwand und bildet so ein Fumoir, in dem sich noch nicht geheilte Raucher ihrer stinkenden Leidenschaft hingeben können. Bei unserem Besuch sassen wir direkt neben der Fumoir-Türe. Die Lüftung ist offensichtlich so potent, dass wir vom Rauch nichts mitbekamen.

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Karte
Einfache Küche haben sich die Macher des „Le Chef“ auf die Fahne geschrieben: Pot-au-feu, Kalbslebern, Züri-Gschnätzlets aber auch Moules. Die Weinkarte, schöne Schweizer Weine sind auch dabei, hält einige Überraschungen bereit und kann sich preislich auch sehen lassen.

Bedienung
Gut und freundlich, allerdings ohne zu begeistern. Es hat gepasst, aber wir hätten uns mehr erwartet.

Preis
Wir waren zu zweit und haben für Apéro, Vor- und Hauptgang und Dessert 230 Franken bezahlt.IMG_0950

Harrys Tipp
Ein schönes Lokal. Das Konzept ist spannend, das Essen selber war eher durchschnittlich. Die Kalbslebern waren etwas arg trocken und die Präsentation der Teller hätte allgemein etwas ansprechender sein können.

Nette Geste: Nach dem Essen offerierte man uns einen Digestif aus der persönlichen Sammlung von Fred Tschanz, dem kürzlich verstorbenen Besitzer und stadtbekanntem Gastronom.

Adresse
Restaurant Le Chef
Kanonengasse 29
8004 Zürich
Tel. 044 240 41 00
www.restaurant-lechef.ch

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Restaurant Le Pavillon – Fine Dining im Baur au Lac.

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Setting

Beste Lage, beste Adresse. Das Le Pavillon, eines von drei Restaurants im traditionellsten Zürcher 5 Sterne Hotel, ist eine Welt für sich. Contemporary Fine Dining statt klassischer französischer Haute Cuisine hat man sich auf die Fahne geschrieben.

Zeitgenössisch und elegant ist auch das Ambiente. Beim Eingang zum Restaurant wird man von loderndem Feuer im Cheminée begrüsst und in der Mitte der Rotonde steht ein Blumenstrauss, der sämtliche Dimensionen übersteigt.

Die Rotonde ist auf alle Seiten verglast und erlaubt bei Tag einen wunderbaren Blick in den Garten des Baur au Lac. Abends sieht man die Lichter am Bürkliplatz und immer wieder mal einen Blitz, der durch die Nacht jagt, und gerade einen Ampel-Sünder ertappt hat.

Trotz des verjüngten Auftritts, das Restaurant wurde kürzlich komplett erneuert, waren die meisten Gäste älteren Semesters. Das erstaunt bei der Positionierung als traditionellstes Zürcher Luxushotel allerdings nicht.

Karte
Contemporary Fine Dining. Was so viel heisst wie „Nouvelle Cuisine“ in einer zeitgenössischen Interpretation. Der Küchenchef ist Romand und kocht mit französisch inspiriertem Ansatz.

Neben den einzelnen Vor- und Hauptspeisen steht auch das Degustationsmenü “Menu Harmonie” zur Auswahl: Acht Gänge und dazu je ein passendes Glas Wein.

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Bedienung
Aufmerksam und freundlich. Grundsätzlich auf hohem 5 Sterne Hotel Niveau.

Ein kleines Malheur ist dann beim Fisch-Gang doch noch passiert. So was kann vorkommen, die Reaktion hat uns allerdings etwas überrascht: Anstatt den verunstalteten Teller, die Sauce schwappte hoch bis zum Rand und der Fisch lag Kopfüber im Teller, auszutauschen, hat man ohne mit den Wimpern zu zucken die Speise vorgestellt und einen guten Appetit gewünscht.

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Preis
Autsch….richtig teuer! Was nicht zwingendermassen zu teuer heisst. Entscheidet man sich beispielsweise für einen Kabeljau und ein Glas Wein, dann kann man durchaus mit 80 Franken weg kommen. Wählt man allerdings das Menü Harmonie, dann liegt man am Ende des Abends entschieden höher.

Zu zweit haben wir den stolzen Preis von 520 Franken bezahlt.IMG_1028

Harrys Tipp
Ohne Frage liefert die Küchencrew ein ausgezeichnetes Handwerk ab. Einige Speisen haben uns sogar richtiggehend begeistert, so zum Beispiel die Wintergemüsevariation oder die absolut interessante Interpretation einer Tarte au Citron. Andere Gänge konnten nicht wirklich überzeugen: Die St.Petersfisch-Roulade war etwas arg trocken und der „Überraschungsgang“, Hummer-Cannelloni an einer Whiskey-Sauce, war zu süss geraten.

Für den Fleischgang wurde uns ein Glas roter Burgunder empfohlen. Die Empfehlung passte, leider war der Wein aber komplett oxidiert. Das dürfte nicht passieren.

Alles in allem waren wir zufrieden. Das gewisse Etwas hat aber eindeutig gefehlt.

Adresse
Restaurant Le Pavillon
Hotel Baur au Lac
Talstrasse 1
8001 Zürich
Tel. 044 220 50 22
www.aupavillon.ch

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