Marrakesch: Unsere 12 Reisetipps

Marrakesch

12 praktische Reisetipps für deinen Aufenthalt in Marrakesch

Marrakesch ist wohl einer der magischsten Orte Marokkos – und nur gerade drei einhalb Flugstunden von Zürich entfernt. Damit auf deiner Reise in die «Rote Stadt», wie Marrakesch auch genannt wird, alles gut geht und du deinen Aufenthalt unbeschwert geniessen kannst, haben wir für dich zehn praktische Reisetipps zusammengestellt (hier geht’s zum Hauptartikel).

Der Unterschied zwischen Zürich und Marrakesch ist wie Tag und Nacht. Hier die moderne westliche Stadt, in der alles ordentlich abläuft und voraussehbar ist. Dort das orientalische Gewusel, wo man ob der vielen neuen Eindrücke, der lauten Klänge, der fremden Gerüche und der ungwohnten Umgangsweise schnell den Überblick verlieren kann.

Mit diesen Tipps bist du für deinen Aufenthalt in Marrakesch bestens gewappnet.

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1. Geld / Währung

Die Währung Marokkos ist der Dirham (MAD). 100 Dirham entsprechen 10 Franken. Obwohl man in Marrakesch in den modernen Restaurants und Hotels natürlich mit Kreditkarte bezahlen kann, ganz ohne Bargeld kommt man in der Stadt nicht aus. Es ist auch ratsam, immer genügend Bargeld in einer breiten Stückelung dabei zu haben. So kann man einem Händler ein Angebot machen und gleich die entsprechenden Scheine hinhalten. Geld beziehen kann man mit der Maestro- oder Kreditkarte an Bankomaten. Achtung: Will man übrig gebliebene Dirahm in Franken zurücktauschen gibt’s einen sehr schlechten Kurs – und ausführen darf man die Währung nicht. Deshalb immer genügend Bargeld haben für Taxis und Einkäufe. Aber nur so viel, wie man ausgeben kann.

2. Vom Flughafen in die Stadt

Am einfachsten geht’s mit dem Taxi. Am besten fährt, wer den Taxitarif vom Flughafen in die Stadt im Voraus schon kennt. Am Taxistand bekommt der uninformierte Marrakesch-Besucher nämlich bereits die erste Lektion erteilt – in Form von völlig überzogenen Fahrpreisen. Der offizielle Tarif vom Flughafen an irgendeinen Ort in der Stadt beträgt 150 Dirahm, also 15 Franken. Damit man nicht übers Ohr gehauen wird gilt: Erst den Preis festlegen, dann losfahren.


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3. Sicherheit

In Marrakesch bist du sicher – zumindest so sicher, wie anderswo auch. Obwohl das Sicherheitsgefühl zu Beginn durch die vielen Ablenkungen arg strapaziert wird, fühlt man sich schnell wohl. Hat man sich erstmal an das ungewohnte Umfeld gewöhnt. Auch wenn man als Tourist immer wieder angesprochen wird und irgendwohin mitgehen soll, so geht es jeweils nur darum, einen Weg zu zeigen und dann dafür Geld zu verlangen. Wie auch bei uns ist es auf jeden Fall ratsam, gut auf seine Wertsachen aufzupassen. Die überfüllten Gässchen und Plätze können potenzielle Taschendiebe leicht dazu verleiten, sich an Touristen zu vergreifen.

4. Kleidung

Die Menschen in Marrakesch sind unserem Lebensstil gegenüber aufgeschlossen – und wissen natürlich auch, was sie an europäischen Touristen haben. Trotzdem verlangt es der Respekt vor Kultur und Religion, dass man sich beim Besuch der Stadt gewissen Normen anpasst. Dazu gehört, dass Frauen keine kurzen Röcke tragen und ihre Schultern nicht zeigen. Es könnte falsch verstanden werden – und verletzt die religiösen Gefühle gläubiger Marokkaner.

Am besten fährt man mit leichter, weiter Kleidung und geschlossenen Schuhen. Die Gassen der Altstadt sind staubig und dreckige Füsse vorprogrammiert, wenn man mit Flipflops oder ähnlichem unterwegs ist. Und wenn es mal regnet, dann verwandelt sich die Medina in einen schlammigen Morast.

5. Alkohol

In muslimischen Ländern läuft man selten einfach so an Alkohol ran, und viele Restaurants führen weder Bier noch Wein. Das gilt auch für Marokko – wo Wein sogar angebaut wird. Wer nicht auf den Flaschengeist verzichten kann, der sollte sich schon im Vorfeld des Abends auf die Suche nach dem passenden Lokal machen. Für alle andern könnte die Marrakesch-Reise mal eine gute Gelegenheit sein, eine Alkoholpause einzulegen.

6. Riad

Die kleinen Hotels in der Medina, von einfach bis luxuriös, aber alle irgendwie spektakulär, werden Riads genannt. Die historischen Häuser, die früher mehrere Generationen einer Familie unter einem Dach  beherbergten, verfügen meist über einen kleinen Innenhof mit Gärtchen oder kühlendem Pool und einer Dachterrasse. Mit ihren marokkanischen Kacheln in verschiedenen Mustern und Farben verkörpern sie den Inbegriff des Orients. Wer nicht sowieso in einem solchen Riad übernachtet, der sollte unbedingt mal bei einem reinschauen. Es empfiehlt sich allerdings, vorher kurz anzurufen, denn nicht jeder Besitzer ist bereit, hausfremde Besucher zu empfangen.

Freundliche empfangen hat man uns im Riad BE Marrakesch. Das kleine süssen Gasthaus gehört Nicole, eine Schweizerin, und ihrem Mann Mohamed. Wer die Luxusvariante eines Riads sehen möchte, dem können wir das El-Fenn empfehlen. Auf der spektakulären Dachterrasse des Riads befindet sich ein Restaurant und eine Bar mit Sicht auf die Median und ihre Türme. Dort bekommt man übrigens auch Alkohol serviert.

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7. Be in the Moment in den Suqs!

Das historische Zentrum hinter den Stadtmauern wird Medina genannt und ist ein Gewusel sondergleichen. Besonders schnell hat sich der ungeübte Europäer in den engen Gassen der Suqs mit ihren unzählbaren Verzweigungen, Eselskarren, Motorrädern, Bettlern, marktschreierischen Verkäufern und feilschenden Käufern verloren. Unser Tipp: Einfach treiben lassen und geniessen! Und solltest du dich verlieren, irgendwo geht’s immer raus. Im schlimmsten Fall hilft dir die Offlinekarte von Google Maps, den Weg zu finden. Aber Achtung: Die Satellitenverbindung funktioniert nicht immer einwandfrei und die Ortung kann manchmal schwierig sein.

8. Wechselgeld für Bettler

In der Media trifft immer wieder auf Bettler, die mit klimperenden Bechern durch die Gassen ziehen um sich ein paar Münzen zu erbetteln. Es hat uns beeindruckt zu sehen, wie die ganz Armen von den weniger, aber immer noch sehr Armen, Almosen bekommen. Manchmal mag es sich richtig anfühlen, diesen armen Gestalten einen Dirham (10 Rappen) in den Becher zu legen.

9. Achtung Schlangenbeschwörer

Djamaa al-Fna heisst der grösste Marktplatz Marrakeschs. Mit seinen Essensständen, Gerüchen, Obsthändlern, Schaustellern, Geschichtenerzählern, Lärm, fliegenden Händlern, Musikanten und Tänzern verkörpert er für uns Europäer orientalisches Chaos. Und mitten in der kaum aushaltbaren Reizüberflutung des Platzes lauern die Schlangenbeschwörer auf finanzkräftige Touristen. Und sie lassen keine Gelegenheit aus, um an ihr Geld zu kommen. Wer selbst aus weiter Entfernung ein Foto von ihnen und den Schlangen macht und sich ertappen lässt, der erlebt schnell sein blaues Wunder. Die Schlangenbeschwörer rennen mitsamt Schlange auf den Fotografen los und drohen ihm mit der Schlange um an ihren Obolus zu kommen. Unser Tipp: Wer unbedingt ein Foto eines Schlangenbeschwörers möchte, der macht das lieber ganz offiziell und zahlt schön brav den abgemachten Betrag.

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10. Feilschen obligatorisch

Nein, wir Europäer sind es uns definitiv nicht gewohnt zu feilschen. Und genau das macht uns zu guten Opfern eines jeden Strassenverkäufers in Marrakesch. Sei es die Lampe, der Teppich, die Frucht oder sogar das Taxi: Überall wird erstmal ein massiv überteuerter Preis ausgerufen. Wer den bezahlt ist selber schuld. Als Faustregel hat sich bei unserem Besuch die «1/3-Regel» bewährt: Werden 100 Dirham verlangt, dann sollte man am Ende nicht mehr als 33 bezahlt haben, also einen Drittel des ursprünglichen Preises. Das bedingt allerdings eines gewissen Verhandlungsgeschickes, das sicherlich nicht jedem gegeben ist.

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11. Sprache

Man spricht Arabisch und Französisch. Viele können zudem ein paar Broken Englisch, was für das Notwendigste reichen sollte. Wer aber mit der Bevölkerung in Kontakt kommen möchte und in das Leben der Menschen als Zaungast reinschauen möchte, der sollte vor der Marrakesch-Reise noch mal seine Französisch-Kenntnisse aufpeppen und eventuell einen Dictionnaire mitbringen.

12. SIM-Karte / Wifi

Am Flughafen kann man günstige SIM-Karten mit Datenvolumen kaufen. Bei INWI beispielsweise bekommt man ein Datenvolumen von 10 GB für 100 Dirham und lokale Anrufe inbegriffen. Wir haben uns dafür entschieden und sind sehr gut gefahren.


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Die Reise nach Marrakesch wurde von der Reisesuchmaschine kayak.ch ermöglicht

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