Restaurant LaSalle – Essen im Glashaus

8. Februar 2010

Setting
Ein imposanter Glaskubus in einer noch imposanteren Halle im Kreis 5. Dort im sogenannten Schiffbau, wo früher Schiffsmotoren für grosse Frachtschiffe gebaut wurden, ist das Restaurant LaSalle untergebracht. Die Halle selbst ist gross genug, um das Jazzlokal Moods und die Schiffbau-Bühne des Schauspielhauses auch noch zu beherbergen.

Die Atmosphäre im LaSalle ist sehr ansprechend und warm, trotz minimalistischem und eher beton-kühlem Interieur. Das gedimmte Licht macht es wohl aus und schafft einen wunderbaren zeitgenössischen Schick.

Karte
Europäisch, von Fleisch über Fisch bis Pasta. Und ein breites Angebot an erlesenen Weinen.

Bedienung
Das ist doch eher selten: Fantastisch! Wo man in anderen Lokalen dieses Genres eher salopp, wenn nicht sogar unfreundlich bedient wird, ist das LaSalle eine rühmender Leuchtturm. Freundlich, persönlich, ehrlich. Ganz einfach genau so, wie man sich das eigentlich überall wünscht.

Preis
Teuer. Aber für diese Leistung gibt man das hart verdiente Geld gerne aus. Wir hatten zu zweit 4 Gläser Weisswein, 1 x Cola Light, 3 Flaschen Wasser, 2 x irisches Angus Rind mit Kartoffel Gratin, 4 x Espresso und 2 x Crema Catalana = 256.70 Franken.

Harrys Tipp
Wärmstens zu empfehlen! Nicht nur der Service war Spitzenklasse, auch unser Angus Rind war ein Traum. Unbedingt probieren!

Adresse
Restaurant LaSalle
Schiffbaustrasse 4
8005 Zürich
Tel. 044 258 70 71
www.lasalle-restaurant.ch


Ristorante Napoli da Gerardo – Napolitanisches Chaos am Zürichsee

23. Dezember 2009

Setting
Im Kreis 3, dem Zürcher Arbeiterquartier mit dem von orthodoxen Juden geprägten Strassenbild, gibt es ein italienisches Restaurant, wie man es wahrscheinlich selbst in Italien nicht mehr vorfindet. Unweit des Manesseplatzes steht das Ristorante Napoli da Gerardo. Öffnet man die Türe und tritt hinein, glaubt man sich in einer anderen Welt. Die Decken sind bis auf die letzte frei Stelle mit barocken Malereien verziert und die Wänden sind mit ebenfalls barocken Gemälden zugepflastert. Kurz: Ein Ambiente, wie man es kaum ein zweites Mal in Zürich findet.

Karte
Durchwegs italienische Klassiker. Von Ravioli über Spaghetti und Panzerotti bis zu diversen Fleischgerichten, wie zum Beispiel das Filetto di Manzo alla Griglia. Schöne Auswahl an guten italienischen Weinen.

Bedienung
Nun ja. Sehr italienisch. Wobei es wahrscheinlich heute selbst in Italien nicht mehr so unkoordiniert zu und her geht wie im Napoli. Nicht unfreundlich zwar, aber doch sehr chaotisch.

Preis
Teuer. Zu zweit hatten wir: 2 x Suppe, 2 x Filetto di Manzo alla Griglia, 1 Flasche Rotwein (Bricco d’Ucellone), 1 x Wasser und 2 x Espresso = 246.20 Franken.

Harrys Tipp
Ein einmaliges Erlebnis. Im wahrsten Sinne des Wortes. Das Chaos regiert im Napoli. Selbst wenn man reserviert hat heisst das noch lange nicht, dass der Tisch nicht doch durch andere belegt ist. Bei uns ging die Bestellung verloren und wir mussten 2 Stunden auf unser Filetto die Manzo warten. Jetzt der Tipp: Vor dem Betreten des Restaurants alle Erwartungen draussen lassen, zweimal tief durchatmen und dann alles auf sich zukommen lassen. So wird der Besuch in Napoli zu einem unvergesslichen Höhepunkt.

Adresse
Ristorante Napoli da Gerardo
Sandstrasse 7
8003 Zürich
Tel. 044 462 07 64
www.ristorante-napoli.ch


Buvette Philipp – Paris und Havanna im Kreis 3

28. Oktober 2009

art-nouveau0
Setting
Die Buvette Philipp so auf die Schnelle zu charakterisieren fällt uns schwer. Sehr schwer sogar. Ein Unikum haben wir entdeckt. Eine Bar. Nicht irgendeine. Eine französische Bar. Eine Buvette eben. Tritt man in die kleine, auf zwei verschiedene Niveaus verteilte Bar ein, erster Eindruck: französisch. Zwei kleine Bistrotische und eine Theke im Stile unseres westlichen Nachbars lassen keinen Zweifel aufkommen. Das leicht erhöhte Niveau dann aber, der Fumoir, Überraschung: Kolonialstil, französischer, wie man uns sagt. Tiefe, englische Loungechairs laden zum entspannen ein. Dazu gehört ein grosser, wandschrankähnlicher Humidor. Und Ernest Hemingway ist omnipräsent. Buvette Philippe, du bist so unfassbar (auch wegen deiner Location irgendwo im Quartier).

Karte
Zur Hauptsache südfranzösische Weine aus der Region um Marseille, dem Languedoc-Roussillon. Verschiedene Sorten Pastis. Kubanische Zigarren bester Lagerqualität. Wer Hunger hat, muss allerdings leiden. Zu essen gibt es hier nichts, was dann doch ein wenig schade ist. Käse und Wurst zum Wein wäre schön und macht keinen sehr grossen Aufwand. Nachtrag 28. Oktober 2009: “Bald gibt es etwas für, oder besser, gegen den kleinen Hunger,  nur drei Worte,
“Noir de Bigorre” (Philipp Baur, Buvette Philipp)
.

Bedienung
Anders als anderswo. Der Besitzer, Philipp Baur, kümmert sich persönlich um die Gäste. Er drängt sich nicht auf, ist aber durchaus auch für einen Schwatz zu haben.

Preis
Absolut fair. Wir hatten zu dritt zwei Flaschen Wein und drei schöne Zigarren (Partagas, Romeo und Cohiba) und dann noch zwei kleine Mini-Zigarren. Und zahlten dafür 66 Franken pro Person.

Harrys Tipp
Unbedingt mal hin gehen. Ein überraschender Ort, ganz anders, mit toller Atmosphäre.

Adresse
Buvette Philipp
Zweierstrasse 166 (gleich bei der Tramstation Schmiede-Wiedikon)
8003 Zürich
Tel. 078 791 26 85
Keine Internetseite