Buvette Philipp – Paris und Havanna im Kreis 3

28. Oktober 2009

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Setting
Die Buvette Philipp so auf die Schnelle zu charakterisieren fällt uns schwer. Sehr schwer sogar. Ein Unikum haben wir entdeckt. Eine Bar. Nicht irgendeine. Eine französische Bar. Eine Buvette eben. Tritt man in die kleine, auf zwei verschiedene Niveaus verteilte Bar ein, erster Eindruck: französisch. Zwei kleine Bistrotische und eine Theke im Stile unseres westlichen Nachbars lassen keinen Zweifel aufkommen. Das leicht erhöhte Niveau dann aber, der Fumoir, Überraschung: Kolonialstil, französischer, wie man uns sagt. Tiefe, englische Loungechairs laden zum entspannen ein. Dazu gehört ein grosser, wandschrankähnlicher Humidor. Und Ernest Hemingway ist omnipräsent. Buvette Philippe, du bist so unfassbar (auch wegen deiner Location irgendwo im Quartier).

Karte
Zur Hauptsache südfranzösische Weine aus der Region um Marseille, dem Languedoc-Roussillon. Verschiedene Sorten Pastis. Kubanische Zigarren bester Lagerqualität. Wer Hunger hat, muss allerdings leiden. Zu essen gibt es hier nichts, was dann doch ein wenig schade ist. Käse und Wurst zum Wein wäre schön und macht keinen sehr grossen Aufwand. Nachtrag 28. Oktober 2009: “Bald gibt es etwas für, oder besser, gegen den kleinen Hunger,  nur drei Worte,
“Noir de Bigorre” (Philipp Baur, Buvette Philipp)
.

Bedienung
Anders als anderswo. Der Besitzer, Philipp Baur, kümmert sich persönlich um die Gäste. Er drängt sich nicht auf, ist aber durchaus auch für einen Schwatz zu haben.

Preis
Absolut fair. Wir hatten zu dritt zwei Flaschen Wein und drei schöne Zigarren (Partagas, Romeo und Cohiba) und dann noch zwei kleine Mini-Zigarren. Und zahlten dafür 66 Franken pro Person.

Harrys Tipp
Unbedingt mal hin gehen. Ein überraschender Ort, ganz anders, mit toller Atmosphäre.

Adresse
Buvette Philipp
Zweierstrasse 166 (gleich bei der Tramstation Schmiede-Wiedikon)
8003 Zürich
Tel. 078 791 26 85
Keine Internetseite


Restaurant mesa – 18 GaultMillau-Punkte an der Weinbergstrasse

26. Oktober 2009

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Setting
Die Geschichte könnte so beginnen: Es steht ein Haus an der Weinbergstrasse. Unscheinbar und schlicht. Und der normale Passant ahnt nicht, was sich in den vier Wänden allabendlich abspielt. Nur der eingeweihte Gourmet weiss um die hohen Kochkünste, die hier zelebriert werden. Am Herd: Marcus G. Lindner, Zürichs Nummer 1 und Koch-Aufsteiger des Jahres 2010 in der Deutschschweiz.

Aus dem GaultMillau: “Die Stimmung im kleinen gestylten Restaurant ist jugendlich, locker, unkompliziert. Aber aufgepasst: Hier kocht Zürichs Nr. 1! Der Österreicher Marcus G. Lindner ist ein Tüftler, ein Geschmacksakrobat, ein Besessener. Die Belohnung für so viel Arbeit und Kreativität? Der 18. GaultMillau-Punkt!”

Karte
Hier kommt edles, klein portioniert auf den Tisch. Klassisch, leicht mit einem katalanischen Touch.
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Bedienung
Grosse Klasse. Diskret und trotzdem locker. Vorbei die Zeiten, wo eine ganze Serviceschar um den Tisch stand und beim kleinsten Blinzeln oder bei der geringsten Bewegung Gewehr bei Fuss beim Gast stand.

Preis
Betrachtet man das Preis-Leistungs-Verhältnis, dann stimmt alles. Schaut man sich aber den Preis isoliert an, dann ist es im Mesa so richtig teuer. Wir hatten zu zweit 1 x Martini, 1 Flasche Mineralwasser, 2 dl. Louro do Bolo (Weisswein), 1 dl. Stoan (Südtiroler Weisswein), 1 dl Ziereisen (Deutscher Rotwein), 2 x 5-Gang-Menü, 5 cl Port und 1 x Grappa = 447.40 Franken

Harrys Tipp
Grosse Küche und ein tolles Erlebnis. Viel besser kann man es sich nicht gehen lassen. Achtung: Das dicke Portemonnaie nicht vergessen.

Adresse
Mesa Restaurant
Weinbergstrasse 75
8006 Zürich
Tel. 043 321 75 75
www.mesa-restaurant.ch


Le Dézaley – Le resto qui a quitté les bords du Léman pour la Limmat

22. Oktober 2009

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Setting
Zürcher Altstadt. Seite Niederdorf. Bei der ersten Arkadengruppe am Limmatquai vom Bellevue her kommend geht ein kleines Gässchen rechts hoch. Ganz hinten sieht man es schon grün funkeln: Das Dézaley, Restaurant Vaudois. Das Restaurant selbst ist nüchtern ohne Schnickschnack. Und doch verspürt der Gast eine gewisse Wäre in den Räumlichkeiten. Ob das wohl etwas mit dem in der Luft hängenden Geruch von geschmolzenem Käse zu tun hat?

Karte
Im Dézaley schlägt das Herz des Freundes deftiger Waadtländer Küche höher. Ohne Frage. Hier gibts vom Papet Vaudois über Raclette und Fondue bis hin zu den waadtländern Weinbergschnecken fast alles.

Bedienung
Freundlich und effizient. Manchmal etwas hemdsärmlig und herb. Aber das gehört einfach ein bisschen dazu.fondue

Preis
Fairer Preis für ein Altstadt-Restaurant. Wenn auch nicht günstig, versteht sich. Wir hatten zu viert 2 Stangen Bier, 1 x Bitter Lemon, 2 x Cola, 3 Schwarztees, 1 x kleine gemischte Trockenfleischplatte, Käsefondue für 4 (=27.50 Franken pro Person), 1 Flasche St.Saphorin, 2 x Kaffee und 3 x Grappa = 267.50 Franken.

Harrys Tipp
Unserer Meinung nach das beste Käsefondue der Stadt! Unbedingt probieren. Stören tut uns beim Dézaley aber die unverständliche Tatsache, dass man für Kartoffeln zum Fondue extra bezahlt (12 Franken!). Das ist abriss.

Adresse
Le Dézaley – Restaurant Vaudois
Römergasse 7
8001 Zürich
Tel. 044 251 61 29
www.le-dezaley.ch


Ristorante Bindella – Der gepflegte Italiener in der City

18. Oktober 2009

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Die hübschen Altstadtgassen zwischen Bahnhofstrasse und Limmat haben einen ganz besonderen Charm. Da passt es gut, dass man dort auch mühelos einige vielversprechende Restaurants vorfindet. Ein solches ist das Ristorante Bindella. Einige Schritte vom Paradeplatz entfernt, gleich beim Grieder das Gässchen hoch und schon ist man da. Von aussen sieht das Restaurant sehr einladend aus. Vorallem dann, wenn es Nacht ist und warmes Licht durch die Fenster nach draussen scheint. Innen dominieren Holz und dunkle Farbtöne. Die weissen Tischdecken lassen eine gehobene Atmosphäre vermuten. Im Restaurant herrscht reger Betrieb, die Tische sind eng gestuhlt und dennoch kommt eine gemütliche Stimmung auf.

Karte
Gehobene italienische Küche. Dazu gehört Fleisch, Fisch und natürlich auch Pasta. Der Saison entsprechend führt das Bindella im Herbst eine separate Karte mit verschiedenen Gerichten von weissem Trüffel. Die Weinkarte liest sich wie das Who is Who der italienischen Produzenten.

Bedienung
Nüchtern und guter Durchschnitt. Weder Ausschläge nach oben noch nach unten. Ein bisschen mehr wäre schön. Aber in Zürich sind wir mit gutem Durchschnitt schon ganz zufrieden.

Preis
Teuer aber fair und in-line mit vergleichbaren Restaurants. Wir hatten zu zweit 1 x Bier, 1 x Martini, 1 x San Pellegrino, 1 x Carpaccio, 1 x Feigen-Mozzarella Salat, 1/2 Portion Tagliatelle mit weissem Trüffel, 1 x Rindsfilet, 5 dl Brunello, 1 x Tarte au Citron und 1 x Tiramisu = 260 Franken.

Harrys Tipp
Ein schönes Restaurant. Perfekte Lage. Gutes Essen. Zwei Kritikpunkte: Der Kellner hat bei der Aufnahme der Bestellung die gewüschte Garstufe des Filets nicht abgefragt. Das Fleisch war uns dann leider zu rot. Und bei einer 1/2 Portion Trüffelpasta für 44 Franken wünschte man sich, dass der Trüffel frisch am Tisch über die Pasta gehobelt würde.

Adresse
Ristorante Bindella
In Gassen 6
8001 Zürich
Tel. 044 221 25 46
Internet