Ristorante Bianchi: Bindella fischt frische Fische mit Bianchi

30. Oktober 2008

Setting
Der Schauplatz ist eine der schönsten Adressen in Zürich: Das Limmatquai. Hier haben die Familien Bianchi (renommierte Fischimporteure) und Bindella (bekannte Gastronomenfamilie) im August 2008 ihr Fischrestaurant Bianchi eröffnet. Zwischen Urania- und Gemüsebrücke gelegen, ist das Bianchi einfach zu Fuss oder per Tram zu erreichen.

Das Restaurant wurde auf klassisch modern gestylt und strahlt einen dezenten Luxus aus. Tritt man hinein, fällt einem als erstes die prominent platzierte Fischtheke auf, wo die Tagesfische appetitlich auf Eis ausgelegt werden.

Karte
Hier her kommt man wegen des Fisches. Auf der Karte finden sich nur einige wenige Gerichte ohne diese Köstlichkeit. So zum Beispiel das Risotto alle Verdure. Die Auswahl an Fischen und Krustentieren ist gross. Neben Meerfisch gibt es auch Fisch aus unseren Regionen. Fleisch hingegen ist hier tabu. Selbstverständlich gehört zu einem guten Fisch ein genau so guter Wein. Die grosszügige Weinkarte ist gut auf die Essenskarte abgestimmt und bietet auch günstige Weine. 

Bedienung
Im grossen und ganzen bot man uns einen sehr guten Service. Speziell hervorheben möchten wir die freundliche Art unserer Bedienung, die uns bei jedem Gang ein charmantes Lächeln schenkte. Die Wartezeit zwischen den Gängen war dann doch etwas zu lange, was aber eher der Küche als dem Service anzulasten ist.

Preis
Am oberen Rand des Spektrums, wie nicht anders zu erwarten, aber dennoch fair. Wir hatten 1 Campari Soda, 1 Prosecco, 1 Wasser, 2 Vorspeisen, 2 Hauptgänge (zwei mal den Steinbutt), 1 Flasche Petra Bianca und 2 Espressi = 241 Franken.

Harrys Tipp
Gute Qualität, freundlicher Service und trotz der relativ hohen Endabrechnung preislich fair. Das Bianchi ist für alle zu empfehlen, die gerne Fisch mögen und ein faible für locker-gehobene Restaurantkultur haben.

Adresse
Ristorante Bianchi
Limmatquai 82
8001 Zürich
Tel. 044 262 98 44
www.ristorante-bianchi.ch


Restaurant Terroir: Schweizer Spezialitäten in modernem Kleid

27. Oktober 2008

Setting
Die Terroir-Betreiber haben sich einen ganz speziellen Ort für Ihr Restaurant ausgesucht: Das Haus zum Pfauen. Pfauen….da war doch noch was?? wird sich der eine oder andere sagen. Ja, tatsächlich ist das Terroir Gast im Gebäude, das die meisten Leser als Schauspielhaus kennen.

Eine besonders reizvolle Lage für ein Restaurant, wie wir meinen. Bekannte Schauspieler kann man mit ein bisschen Glück genau so gut am Nebentisch beobachten wie andere grosse Persönlichkeiten aus Gesellschaft, Kultur und Politik.

In die Inneneinreichtung wurde sehr viel Herzblut, und ohne Frage auch viel Geld, investiert. Warme Farben und massive Materialien dominieren.

Im Erdgeschoss befindet sich ein Laden mit Bistro, wo man entweder seine Spezialitäteneinkäufe tätigen kann oder auch einfach nur etwas kleines essen oder trinken kann. Im oberen Stockwerk hat man das klassische Restaurant eingerichtet.

Besonders schön am Terroir finden wir die Tatsache, dass man hier in einem modernen schweizerischen Ambiente hauptsächlich Schweizer Produkte zelebriert, ohne auf traditionelle Käsestube und Alphornromantik zu machen. Eine Wohltat!

Karte
Was hier auf der Karte steht ist zu 90% schweizerisch. So lacht einen zum Beispiel ein Trüffelrisotto an mit Reis aus dem Tessin (das nördlichste Reis-Anbaugebiet Europas!) und Trüffel aus dem Jura (wer wusste schon, dass man auch in der Schweiz Trüffel finden kann?). Aber auch Cordon-Bleu, selbstverständlich mit Schweizer Fleisch und Schweizer Käse, bekommt man hier. Und natürlich darf das traditionelle Züri-Geschnetzelte, eine Spezialität aus Kalbs-Frikassee an Rahmsauce mit Rösti, nicht fehlen.

Auch die Weinliste, wen verwunderts, wird von einer erlesenen Auswahl Schweizer Weiss- und Rotweinen angeführt.

Bedienung
Im Terroir wurde uns wieder einmal klar, dass ein gutes Restaurant-Konzept nicht automatisch auch guten Service bedeutet. Leider war dieser bei unserem Besuch äusserst schwach. Das will nicht heissen, dass man sich keine Mühe gab. Aber wenn wir schon in einem Spezialitätenrestaurant sind, dann möchten wir auch wissen, ob nun Schafs-, Kuh- oder Ziegenkäse mit dem Salat serviert wird. Dann war uns auch der Wein, ein Tessiner Merlot, mit ungefähr 25 Grad um einiges zu warm. Und zum Digestif konnte unsere Bedienung auch keine Empfehlung machen.

Preis
Der Preis steht immer im Relation zur Erwartungs-Erfüllung. Leider hat das Terroir qualitativ unsere Erwartung nicht erfüllt. Das führt unweigerlich dazu, dass wir den Preis als relativ hoch empfinden. Wir hatten: 2 Schweizer Campari, 1 Terroir Salat, 1 x marinierte Zucchetti, 2 x Cordon-Bleu, 1 x Mineralwasser, 3 dl. Merlot, 1 x Espresso, 1 x Vieille Prune Réserve = 178.20 Franken.

Harrys Tipp
Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass wir nur einen ganz, ganz schlechten Tag im Terroir erwischt haben. Der Service war enttäuschend, das Cordon-Bleu war nicht durch (mussten wir zurückgeben!) und der Wein war viel zu warm. Gefreut hätte uns wegen des Cordon-Bleus eine kleine Geste des Hauses. Sympathisch wäre es gewesen.

Adresse
Restaurant Terroir
Rämistrasse 32
8001 Zürich
Tel. 044 262 04 44
www.terroir.ch


Ristorante Italia: L’Italia chiamò!

19. Oktober 2008

Setting
An der Peripherie zur Langstrasse, nahe der Kaserne, befindet sich das Restaurant Italia. Und hier geht es, wen wunderts, richtig italienisch zu und her. Was früher wohl mal eine typische Zürcher Quartierbeiz war, ist heute in trendiges Lokal. Im Sommer, also nächstes Jahr dann wieder, empfiehlt es sich übrigens, seinen Tisch draussen auf der schönen, städtischen Innenhofterrasse zu reservieren.

Kommt man ins Italia hinein, fällt einem als erstes die tolle, lockere Atmosphäre auf. Es wird überall gelacht, gegessen und getrunken. Und dann sieht man noch einen Apparatus, der für die meisten von uns neu ist: Eine Wein-Degustations-Maschine. In der Maschine sind ein Duzend Flaschenweine fest eingespannt. Ein Rüssel führt von der Flasche in den Degustations-Apparat und saugt, auf Knopfdruck, den roten oder weissen Saft aus der Flasche, direkt ins Glas. Ziemlich innovativ. Jeder Gast bekommt eine Chipkarte, mit der er den Apparat individuell bedienen kann. Der konsumierte Wein wird dann beim Bezahlen abgerechnet.

Karte
Italienisch. Tolle Antipasti, darunter Salami, Mortadella, Mozarella, marinierte Sardellen und so weiter. Und natürlich verschiedene Pastagerichte und eine grosse Auswahl an Fleisch. Schöne Weine gehören selbstverständlich auch dazu. So zum Beispiel ein fantastischer Lagrein aus dem Südtirol.

Bedienung
Eine wahre Freude! So gut wurden wir schon lange nicht mehr bedient. Aufgestellte Beratung, freundlicher Service und immer ein Lächeln auf den Lippen. Da haben wir uns auf Anhieb wohl gefühlt.

Preis
Die Schlussabrechnung kann sich sehen lassen und hat uns positiv überrascht. Wir fünf hungrigen und durstigen Männer haben so richtig zugeschlagen. Antipasti, Hauptspeise mit Beilagen, San Pellegrino, 2 Flaschen Rotwein, Kaffe und 5 x Braulio (wobei uns dieser vom Haus offeriert wurde) = 412 Franken.

Harrys Tipp
Hier stimmt die Stimmung, die Qualität, die Bedienung und der Preis. Wir gehen bald wieder hin!

Adresse
Ristorante Italia
Zeughausstrasse 61
8004 Zürich
Tel. 043 233 88 44
www.ristorante-italia.ch


Wagamama – Pan-asiatischer Fastfood

16. Oktober 2008


Setting
Das erste Wagamama weltweit wurde 1992 in London eröffnet. Seit diesem Jahr ist die Kette für gehobenen asiatischen Fastfood auch in der Schweiz vertreten. Nach Winterthur im April hat nun auch Zürich seit rund einem Monat sein Wagamama.

Wagamama hat sich im ehemaligen Coop im Dreieck Löwenplatz – Paradeplatz – Stauffacher an der Sihlporte eingemietet. Die Lage ist also predestiniert um über Mittag hungrige Banker und Versicherungsangestellte zu verköstigen.

Das Wagamama ist modern designt und gestalterisch von den Ramen-Bars in Japan beeinflusst. Alles in allem ein schönes Setting. Achten sollte man nur darauf, nicht an den Tischen gleich rechts beim Eingang zu sitzen: Das Kühlgerät im Keller lässt diese Plätze dermassen vibrieren, dass es zumindest für empfindsame Gäste nicht sehr angenehm ist.

Karte
Pan-asiatische Suppen-, Reis- und Nudelgerichte und frisch gepresse Fruchtsäfte.

Bedienung
Das Wagamama-Team ist jung (=positiv) und frisch zusammengewürfelt (=unvermeidlich). Das ist nun mal so bei einer Neueröffnung und fordert einen gewissen Tribut. Grundsätzlich macht die Crew ihren Job aber gut, trotz einer (noch) deutlich spürbaren Unsicherheit im Umgang mit den Gästen.

Preis
Machen wir uns nichts vor: für ein Fastfood-Konzept ist Wagamama teuer. Zu viert bezahlten wir für Getränke (nicht alkoholisch!), 3 Vorspeisen, 4 Hauptspeisen und 3 Desserts 209.80 Franke.

Harrys Tipp
Na ja….gegessen haben wir an vergleichbaren Orten schon um einiges besser. Das Nudel- wie auch das Suppengericht war für unseren Geschmack fad und langweilig. Von der viel gelobten aromatischen und aufregenden Küche Asiens haben wir nicht viel gemerkt. Zudem war uns das ganze für die gebotene Qualität zu teuer.

Wir wünschen uns sehr, dass das Wagamama den Rank in den nächsten Wochen doch noch nimmt.

Adresse
Wagamama
Talstrasse 83
Sihlporte
8001 Zürich
Tel. 043 888 64 54
www.wagamama.ch


Dieci (Pizza Home Delivery)

4. Oktober 2008

UPDATE: Der dieci-Kurier in Zürich-Wollishofen wurde vor kurzem definitiv geschlossen. Weitere Kurierstationen sind an der Landoltstrasse 7 (Kreis 6), Schaffhauserstrasse 444 (Kreis 11) und Hohlstrasse 204 (Kreis 4). Telefonnummern findet man auf www.pizzakurier.ch

Um es vorne weg zu schicken: Pizza Lieferdienst für mich nur im absoluten Notfall. Das hat zwei valable Gründe: 

1. Die Qualität, dh. der Geschmack, die Konsistenz, die Frische der Pizza ist in 99% der Fälle ein absoluter Schlag ins Gesicht eines jeden, der gerne gutes Essen mag.

2. Pizza zu Hause aus dem Lieferkarton zu essen ist etwas vom stillosesten, was es gibt (was würde Jeroen van Rooijen wohl dazu sagen??).

Dennoch kommt man alle Jubeljahre mal auf die Idee, es doch nur noch ein einziges Mal zu probieren. Das war bei uns gestern Abend der Fall.

Und das ging so: Meine Frau hatte Hunger. Ich auch. Ich wollte Pasta kochen. Sie hatte keine Lust auf Pasta. Sie hatte Lust auf Pizza. Ich wollte nicht mehr weg. Sie eigentlich auch nicht. Dann hatte sie die Idee, Pizza zu bestellen.

Ich erinnerte mich, dass ich immer wieder vom Dieci-Lieferdienst sprechen hörte (Dieci ist eine feine Kette mit Restaurants in Rapperswil, St. Gallen und beim Züri-Zoo und vielleicht auch noch sonst wo). Und dann machte ich etwas, was ich immer wieder mache, wenn es meine Frau unbedingt möchte: ich gab klein bei.

Also setzte ich mich an den Computer und suchte die Telefonnummer von Dieci. Auf der Homepage wurde ich dann fündig und, herrliche Internetwelt, man konnte online bestellen. Zu telefonieren brauchte ich nicht. Kreditkarte zücken, Nummer, Prüfnummer und Enddatum eingeben, dan, Pizzas aussuchen und “senden”-Knopf drücken.

Also, 1 grosse Pizza Salame (27 Franken) und eine mittlere Pizza Tonno (18  Franken) = 45 Franken.

Preis ist vertretbar, nicht?

Und jetzt kommts: Die Pizzas waren ausgezeichnet! Punkt eins war also ausser Kraft gesetzt. Blieb leider noch Punkt zwei; dafür konnte Dieci allerdings nichts.

http://www.pizzakurier.ch/

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